cs2-tradeups

Guide · Stand 20. Oktober 2026

Souvenir-Tradeups: Der Guide

Am 22. Mai 2026 hat Valve zwei Neuerungen eingeführt: Souvenir-Items lassen sich in Trade-Up-Contracts einsetzen, und eine Waffe kann per Souvenir-O-Matic in Souvenir-Qualität umgewandelt werden. Dieser Guide erklärt die Mechanik, die Float-Berechnung und die Annahmen, mit denen dieses Tool rechnet.

Was sich am 22. Mai 2026 geändert hat

Laut den Valve-Patchnotes vom 22. Mai 2026 lassen sich Items in Souvenir-Qualität seitdem zusammen mit normalen Items in einem Trade-Up-Contract auswählen. Alle Souvenir-Eigenschaften werden dabei entfernt. Das Ergebnis ist ein einzelnes normales Item der nächsthöheren Seltenheit, gezogen aus den Collections aller eingesetzten Items.

Die zweite Neuerung ist der Souvenir-O-Matic. Laut der Valve-Ankündigung zu IEM Cologne 2026 wählt man eine Waffe in normaler oder Souvenir-Qualität, ein abgeschlossenes Match und einen Spieler aus diesem Match. Die Waffe wird dauerhaft zum Souvenir, mit goldenen Team-, Autogramm- und Map-Stickern. Vorher ist eine Vorschau möglich, und bereits aufgeklebte Sticker werden entfernt. Den Preis bestimmen laut Valve die Nachfrage nach den beteiligten Stickern und die Seltenheit der Waffe.

Der O-Matic-Optimizer dieses Tools rechnet nicht mit Valves Preisen, sondern mit Beispielwerten für Match und Autogramm. Er liefert deshalb nur eine grobe Schätzung.

Die Mechanik im Detail

Ein Tradeup mit Souvenir-Inputs besteht aus:

  • 10 Input-Skins gleicher Seltenheit. Dieses Tool rechnet die Stufen Consumer bis Classified, also Contracts, die auf Industrial bis Covert führen.
  • Mischbar: Souvenir und Normal in einem Contract. StatTrak und Nicht-StatTrak lassen sich in einem Contract nicht mischen.
  • Output: 1 normales Item der nächsthöheren Seltenheit. Jeder der 10 Inputs bringt seine Collection mit gleichem Gewicht in den Pool ein, also 10 % pro Input.
  • Output-Wahrscheinlichkeit: Pool-Anteil der Collection geteilt durch die Anzahl der möglichen Output-Skins in dieser Collection.

Beispiel: 10× M4A1-S | Knight (Classified) aus The Cobblestone Collection führen mit 100 % Wahrscheinlichkeit zu einer AWP | Dragon Lore, weil diese Collection genau einen Covert-Skin enthält.

Covert-Contracts auf Messer und Handschuhe

Covert ist nicht mehr die höchste Output-Stufe. Mit dem Valve-Update vom 22. Oktober 2025 lassen sich 5 Covert-Items gegen ein Messer oder ein Paar Handschuhe tauschen (5 StatTrak-Covert-Items gegen ein StatTrak-Messer). Das Ergebnis stammt aus der Collection eines der eingesetzten Items.

Dieses Tool rechnet diese Tradeups noch nicht. Finder und Rechner kennen nur Contracts mit 10 Inputs, die in der Seltenheit eine Stufe aufsteigen und höchstens bei Covert enden.

Float-Berechnung mit Beispiel

Der Output-Float entsteht in drei Schritten. Valve nennt die Formel in den Patchnotes nicht; sie entspricht dem seit Jahren bekannten Verhalten und den Beschreibungen der gängigen Community-Quellen.

  1. Normalisieren: Jeder Input-Float wird auf die Float-Range seines Skins bezogen: (float − minFloat) / (maxFloat − minFloat).
  2. Mitteln: Durchschnitt der 10 normalisierten Werte.
  3. Abbilden: Der Durchschnitt wird auf die Range des Output-Skins übertragen: outputMin + avg × (outputMax − outputMin).

Die Wear-Grenzen sind 0,07 (Factory New), 0,15 (Minimal Wear), 0,38 (Field-Tested) und 0,45 (Well-Worn); darüber ist der Skin Battle-Scarred.

Beispiel: M4A1-S | Knight zu AWP | Dragon Lore

M4A1-S | Knight hat die Float-Range 0 bis 0,10, AWP | Dragon Lore reicht von 0 bis 0,70 (Daten laut ByMykel/CSGO-API). Alle 10 Inputs seien Knight mit Float 0,005: normalisiert 0,05, Mittelwert 0,05, Output-Float 0 + 0,05 × 0,70 = 0,035, also Factory New.

Mit Inputs bei Float 0,02 ergibt sich 0,2 × 0,70 = 0,14 (Minimal Wear). Für ein Factory-New-Ergebnis muss der Durchschnitt der Input-Floats unter 0,01 liegen, denn 0,07 geteilt durch 0,70 ist 0,1 des Output-Bereichs.

Wie stark ein Skin mit enger Range die Rechnung verschiebt, zeigt AWP | Lightning Strike (Float 0 bis 0,08): Als Output ergibt schon ein normalisierter Durchschnitt bis 0,875 einen Float unter 0,07, also Factory New.

Collections mit Souvenir-Skins

Das sind alle 22 Collections, aus denen es Turnier-Souvenirs in Souvenir-Paketen gab, alphabetisch sortiert. Die Liste ist keine Empfehlung. Ob sich ein Tradeup lohnt, hängt von den aktuellen Preisen ab.

So rechnet das Tool

  • Datenquelle: Skinport-API mit aktuellen Angeboten und den Verkäufen der letzten 7 Tage. Angebote werden etwa alle 10 Minuten abgefragt, Verkäufe etwa stündlich, bei Störungen auch seltener.
  • Einkauf: Jeder Input kostet das günstigste Skinport-Angebot, oder den Median der 7-Tage-Verkäufe, wenn er höher liegt (ab 2 Verkäufen). Der Preis gilt für alle Exemplare eines Skins; ob genug Angebote zu diesem Preis da sind, prüft das Tool nicht.
  • Verkaufswert: Der niedrigere Wert aus dem günstigsten Angebot und dem Median der 7-Tage-Verkäufe (ab 2 Verkäufen).
  • Keine Marktliquidität: Outputs mit weniger als 3 Angeboten und weniger als 3 Verkäufen in 7 Tagen zählen mit 0 €.
  • Gebühr: 8 % Skinport-Verkaufsgebühr auf den Verkaufswert.
  • Input-Float: Angenommen wird die Mitte der jeweiligen Wear-Stufe (bei Field-Tested also 0,265). Reale Floats weichen ab und verschieben Output-Float, Wear und Preis. Die Annahme gilt für Finder und Rechner.
  • Ergebnis: Der Erwartungswert über viele Contracts. Ein einzelner Contract ist Zufall und kann auch komplett im Minus enden.

Nicht eingerechnet sind Handelssperren, Preisänderungen zwischen Berechnung und Kauf sowie die Frage, wie viele Exemplare zum angenommenen Preis tatsächlich verfügbar sind. Eine Gewinn- oder Ergebnisgarantie ergibt sich aus keiner Zahl auf dieser Seite.

Handelssperre und gebundenes Kapital

Seit Juli 2025 gilt für CS2-Items die Steam-Funktion „Trade Protection“. Laut Beschreibungen von Community-Quellen (zum Beispiel csdb.gg) können Trades 7 Tage lang rückgängig gemacht werden, und erhaltene Items lassen sich in dieser Zeit nicht verbrauchen, verändern oder weitergeben.

Für Tradeups heißt das: Gekaufte Inputs sind womöglich nicht sofort einsetzbar, das Kapital kann also einige Tage gebunden sein. Wann ein Marktplatz Verkaufserlöse auszahlt, steht in seinen Hilfeseiten.

5 häufige Fehler

  1. StatTrak und Nicht-StatTrak mischen. Das geht in einem Contract nicht. Plane getrennte Tradeups.
  2. Auf Einzelangebote setzen. Ist vom günstigsten Skin nur ein Exemplar gelistet, zahlst du für die weiteren neun Inputs mehr. Prüfe vor dem Kauf, wie viele Exemplare zum angenommenen Preis verfügbar sind. Der Finder stellt die zehn Inputs aus mehreren Skins derselben Collection zusammen, wenn vom günstigsten weniger als zehn angeboten werden.
  3. Die Marketplace-Gebühr vergessen. Skinport nimmt regulär 8 % des Verkaufspreises, bei hochwertigen Gegenständen reduziert sich die Gebühr auf 6 % (die Schwelle gilt je Währung). Quelle: skinport.com/faq, abgerufen am 20.10.2026. Das Tool rechnet mit 8 %. Andere Marktplätze verlangen andere Gebühren und sind in der Rechnung nicht berücksichtigt.
  4. Den Float ignorieren. Wer einen Factory-New-Output will, aber 10 Inputs mit Float um 0,5 nimmt, bekommt einen deutlich schlechteren Wear mit niedrigerem Wert (siehe Beispiel oben).
  5. Die Output-Collection nicht prüfen. Inputs aus mehreren Collections ergeben einen gewichteten Output-Pool. Stammen nicht alle 10 Inputs aus der Cobblestone Collection, ist die Dragon Lore nicht sicher.

Dein Workflow mit cs2-tradeups

  1. Kandidaten finden: Im Finder den Modus „Nur Souvenir“ oder „Alle“ wählen und nach erwartetem Gewinn oder ROI sortieren. Die Angebotspreise werden etwa alle 10 Minuten aktualisiert.
  2. Details prüfen: Ein Klick auf eine Zeile zeigt die Output-Verteilung und die Wahrscheinlichkeiten.
  3. Im Rechner planen: „Im Rechner öffnen →“ springt zum Rechner mit vorgefüllten Slots. Ändere einzelne Inputs und vergleiche Varianten.
  4. Permalink teilen: „Permalink kopieren“ erzeugt eine URL, die deinen Tradeup enthält.
  5. Souvenir herstellen: Wenn der gewünschte Souvenir nicht gelistet ist, schätzt der O-Matic-Optimizer die Kosten grob ab, mit Beispielpreisen für Match und Autogramm.